Mein Kind hat einen Ausschlag

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Kinder stellen ihre Eltern permanent vor neue Herausforderungen. Gestern noch war die Haut zart und rosig, heute ist sie plötzlich gerötet, hat Flecken oder Pusteln. Was sind das nur für komische Pickelchen? Ist dieser Ausschlag harmlos oder steckt mehr dahinter?

Auch die Haut braucht Zeit für die Umstellung

Bei Babys ist die Haut noch deutlich empfindlicher als bei Erwachsenen. Da kann es schnell einmal passieren, dass sie auf Reize mit Rötungen reagiert. Meistens ist der Hautausschlag harmlos und verschwindet ohne Hilfe bald wieder.

Durch die Umstellung nach der Geburt können Schweiß- und Talgdrüsen verstopfen und es zeigen sich kleine, weiße Pickel im Gesicht des Säuglings. Was an Pickel bei Jugendlichen erinnert, wird auch als Baby-Akne bezeichnet. Sie ist in der Regel harmlos und wird vermutlich durch die Hormone in der Schwangerschaft oder bei der Geburt ausgelöst. Da diese Hormone nach und nach abgebaut werden, verschwindet auch die Akne mit der Zeit wieder von selbst. Sie sollten jedoch keinesfalls daran herumdrücken, da es sonst zu Entzündungen kommen kann.

Ausschlag nach dem Dreitagefieber

Wenn Ihr Kind das Dreitagefieber überstanden hat, das üblicherweise zwischen dem sechsten Monat und dem dritten Lebensjahr auftritt, taucht plötzlich ein Ausschlag am ganzen Körper auf. Keine Angst, diese kleinen Flecken sind völlig harmlos. Sie zeigen an, dass die Infektion, die durch Viren verursacht wird, nahezu überstanden ist. Der Ausschlag bildet sich mit dem Abklingen der Fieberschübe und hält etwa zwei Tage an, manchmal auch ein wenig länger.

Was sind das für Quaddeln auf der Haut?

Wenn plötzlich scharf abgegrenzte, rote Bereiche im Gesicht oder auf dem ganzen Körper auftreten, kann dies ein Anzeichen für eine allergische Reaktion sein. Meist verschwindet dieser Ausschlag nach kurzer Zeit von alleine wieder. Manchmal treten neben den Quaddeln auch Fieber oder andere Beschwerden auf, dann sprechen Mediziner von einem Nesselfieber. Ursache hierfür kann beispielsweise eine Unverträglichkeit gegenüber Pflanzen, Nahrungsmitteln oder Insektengiften sein. Wenn Sie nicht erkennen können, was der Auslöser der Reaktion ist, gehen Sie vorsichtshalber mit Ihrem Kind zum Arzt.

Entzündete und nässende Stellen auf der Haut

Hinter den Ohren, im Gesicht oder auch in anderen Bereichen des Körpers zeigen sich intensiv rote Stellen, die nicht abheilen, sondern sich entzünden, nässen und verkrusten. Diese Symptome können ein erstes Anzeichen für eine Neurodermitis sein. Während Milchschorf auf der Kopfhaut ein rein kosmetisches Problem ist, sollte ein nässender Schorf immer behandelt werden. Fragen Sie Ihren Kinderarzt um Rat. In Zusammenarbeit mit einem Hautarzt oder einem Allergologen wird sich Ihr Kinderarzt intensiv mit diesem Problem auseinandersetzen, der Ursache auf den Grund gehen und einen geeigneten Behandlungsplan ausarbeiten. Bitte versuchen Sie nicht, alleine oder mit Hausmitteln dem Ausschlag Herr zu werden. Sie können möglicherweise Ihrem Kind mehr schaden als nützen.

Reaktion auf Hitze oder Kälte

Die zarte Haut Ihres Babys reagiert auf zu intensive UV-Strahlung, Hitze oder Kälte häufig mit Rötungen, Pickeln oder rissiger Haut. Im ersten Lebensjahr sollten Sie Ihr Kind deshalb vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. In der Mittagshitze bleiben Sie besser im Haus, ansonsten schützen Sie die Haut am besten mit einem Sonnenhut und leichter Kleidung – auch im Schatten. Jede unnötige UV-Bestrahlung schadet den empfindlichen Zellen und kann später zur Entstehung von Hautkrebs führen. Hat Ihr Kind einen Sonnenbrand oder bilden sich Blasen, dürfen Sie dies auf keinen Fall selbst behandeln, indem Sie die Blasen öffnen, Creme oder Puder auftragen. Suchen Sie umgehend Ihren Kinderarzt auf.

Vor Aufenthalten oder Spaziergängen im eisigen Winter sollten Sie das Gesicht Ihres Kindes immer mit Babycreme schützen. Fetthaltige Cremes verhindern das Austrocknen der empfindlichen Haut. Sollte die Haut doch einmal trocken, schuppig oder rissig geworden sein, können Sie eine dünne Schicht Wundcreme auftragen.

Wie sollte ich auf einen Ausschlag reagieren?

Beim Auftreten eines Ausschlages sollten Sie diesen vorsichtshalber immer Ihren Kinderarzt begutachten lassen. Achten Sie darauf, dass Sie gleich bei der telefonischen Terminvereinbarung darauf hinweisen, dass Ihr Kind Ausschlag hat. Falls Ihr Kind an einer ansteckenden Krankheit wie Windpocken oder Masern erkrankt ist, kann so die Ansteckung im Wartezimmer minimiert werden. Je nach Diagnose des Kinderarztes ist manchmal die Einnahme von Medikamenten notwendig. In den meisten Fällen müssen Sie aber nur abwarten, bis der Ausschlag von alleine wieder verschwindet. Bei juckendem Ausschlag am Körper sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind lockere Kleidung aus Baumwolle trägt. So wird eine weitere Reizung der betroffenen Hautstellen minimiert.

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