Die richtige Ernährung um schwanger zu werden

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Sie werden sich vielleicht fragen: Was hat die Ernährung mit dem Schwanger-Werden zu tun? Vordergründig vielleicht nicht viel, näher betrachtet allerdings eine ganze Menge. Denn damit es mit dem Kinderwunsch klappt, gilt allgemein: Je gesünder Mann und Frau sind, umso höher ist die Chance auf eine Schwangerschaft. Für einen gesunden Körper ist die Ernährung sehr wichtig. Deshalb sollte diese überprüft werden, wenn Sie schwanger werden möchten. Zum einen erhöhen Sie dadurch die Chancen, schwanger zu werden, zum anderen bieten Sie Ihrem Baby einen optimalen Start ins Leben. Wie sollte die Ernährung also aussehen? Eine ausgewogene Ernährung mit mindestens drei Mahlzeiten am Tag. Kurz gesagt:

  • abwechslungsreich
  • fett- und zuckerarm
  • nährstoffreich

Ernährung und Gewicht spielen eine große Rolle

Bevor Sie Ihre Ernährung umstellen, sollten Sie Ihr Gewicht kontrollieren. Ein guter Anhaltspunkt für ein normales Körpergewicht ist der Body Mass Index (BMI). Dieser sollte im Idealfall zwischen etwa 19 und 25 liegen. Sind Sie stark untergewichtig, können ein paar zusätzliche Pfunde nicht schaden. Das zusätzliche Gewicht sollte allerdings nicht als Speckpolster angelegt werden, sondern eher durch eine Kombination aus gesunden Mahlzeiten und Muskelstärkung. Bei starkem Übergewicht (BMI über 28) kann eine fett- und kohlenhydratarme Ernährung sowie etwas sportliche Betätigung zur Normalisierung des Gewichtes führen. Radikale Diäten schaden eher. Sowohl Über- wie auch Untergewicht bringen den Zyklus durcheinander und machen damit eine Schwangerschaft weniger planbar.

Wichtigste Bestandteile einer gesunden Ernährung

Zu den wichtigsten Bestandteilen einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehören Obst und Gemüse. Sie dürfen gerne auch fünfmal am Tag Karotten oder Äpfel essen. Für den Energiebedarf sind Kohlenhydrate unerlässlich. Sie sollten aber nicht in Form von Zucker oder viel weißem Mehl (wie bei Backwaren) zu sich genommen werden, sondern vorzugsweise über Kartoffeln, Reis, Nudeln und Brot. Je reicher an Ballaststoffen, umso besser. Also greifen Sie ruhig das eine oder andere Mal zu Vollkornprodukten. Natürlich darf in einer ausgewogenen Ernährung auch das Eiweiß nicht fehlen. Besonders gut ist fettarmes Fleisch von Fisch und Geflügel, aber auch Eier und Hülsenfrüchte sind gute Eiweißlieferanten.

Stoffe speziell für die Eizellen und Spermien

Das Heranreifen der Eizellen und die Produktion von Spermien sind sehr empfindliche Mechanismen, die extrem störanfällig auf äußere Einflüsse reagieren. In der heutigen Zeit werden wir immer wieder mit Giften aus Umwelt und Nahrungs- oder Genussmitteln konfrontiert. Zudem wird die Qualität der Lebensmittel immer schlechter und die Bewegung fehlt meist gänzlich. Aber nur gesunde Zellen können ihre Aufgaben auch erfüllen. Für die Produktion von Spermien und Eizellen benötigt der Körper spezielle Energielieferanten, die in ausreichendem Maße in frischen und natürlichen Lebensmitteln enthalten sind. Hierzu gehören unter anderem:

  • Omega-3-Fettsäuren (in Fisch): Sie können zur Verbesserung der Hormonproduktion führen und fördern die Beweglichkeit der Spermien bei Männern
  • Stoffe wie Coenzym Q10 oder L-Carnitin: förderlich für das Heranreifen weibliche Eizellen, Verbesserung der Spermienqualität
  • Spurenelemente wie Zink und Selen erhöhen die Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit der Spermien.

Wichtige Stoffe für die Schwangerschaft

Um den eigenen Organismus zu stärken und dem Baby einen guten Start zu ermöglichen, sind zusätzliche Stoffe wichtig, wie beispielsweise

  • Folsäure (in Bohnen, grünem Blattgemüse und Orangensaft)
  • Eisen (in rotem Fleisch und Hülsenfrüchten): Die Aufnahme von Eisen wird durch Vitamin C verbessert, wie beispielsweise in Orangensaft enthalten
  • Kalzium (in Milchprodukten wie Käse und Joghurt)
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Immer noch unterschätzt sind die sekundären Pflanzenstoffe. Sie bestehen aus einer unglaublichen Vielfalt verschiedener Wirkstoffe, die in Obst, Gemüse und Salaten vorkommen. Sie stärken und schützen die Zellen, sorgen für einen guten Stoffwechsel oder aktivieren Vorgänge, die für den Körper unerlässlich sind.

Diese Lebensmittel sollten Sie vermeiden

Manche Lebensmittel sind anfällig für Krankheitserreger, Bakterien und Keime, andere enthalten zu hohe Anteile an bestimmten Vitaminen oder andere Stoffe, die für eine Schwangerschaft schädlich sein können. Deshalb sollten Sie den Verzehr entweder einschränken oder beispielsweise Fleisch durchgaren.

  • ungewaschenes Obst und Gemüse, rohes Fleisch (Toxoplasmose)
  • rohe Eier, ungenügend gegarte Schalentiere und Fleisch (Salmonellen)
  • unpasteurisierte Milchprodukte und Leber (Listeriose)
  • Leber und Leberprodukte (zu hoher Vitamin A-Anteil)
  • Kaffee, schwarzer Tee, Cola und Energiedrinks (Koffein)

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